Investitionen in nicht börsennotierte Anlagen liegen in Frankreich im Trend

April 2026, Cabinet Baeumlin

 
Bernard Baeumlin
Französischer Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
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baeumlin@ffu.eu

Laut einer Studie von France Invest wurden im Jahr 2025 fast 3,1 Milliarden Euro in nicht börsennotierte Anlagen investiert. Dies entspricht einem Anstieg von 8 % gegenüber dem Vorjahr und zeigt das wachsende Interesse französischer Privatanleger an diesen besonderen Anlageklassen.

Lange Zeit war diese Anlageform institutionellen Anlegern und vermögenden Privatkunden vorbehalten, doch inzwischen öffnet sie sich zunehmend auch für Privatanleger. Diese Öffnung hat es ihnen ermöglicht, deutlich steigende Mittelzuflüsse zu verzeichnen.

Hinweis: Nicht börsennotierte Anlagen umfassen mehrere Kategorien: Private Equity, private Schuldtitel und Infrastruktur. Private Equity besteht darin, die Entwicklung nicht börsennotierter Unternehmen durch eine Beteiligung an ihrem Kapital zu unterstützen. Private Schuldtitel bezeichnet die Vergabe von Krediten an nicht börsennotierte Unternehmen. Infrastruktur ist eine Form der Investition in Vermögenswerte, die das Funktionieren der Wirtschaft und der Gesellschaft gewährleisten (Energie, Verkehr, Telekommunikation …).

 

Laut der jüngsten Studie von France Invest hat diese Anlageklasse im Jahr 2025 fast 3,1 Milliarden Euro eingesammelt, was einem Anstieg von 8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei ist zu beachten, dass dieser Anstieg größtenteils durch Lebensversicherungen getragen wird: Auf sie entfielen 86 % der Zeichnungen (2,6 Milliarden Euro). Bemerkenswert ist auch, dass der Bereich der nicht börsennotierten Wertpapiere Ende 2025 ein verwaltetes Vermögen von 14,5 Milliarden Euro erreichte. Dabei entfallen 72 % des verwalteten Vermögens auf Evergreen-Fonds.

Hinweis: Die Verteilung des Gesamtvermögens der für die breite Öffentlichkeit zugänglichen Fonds ist sehr diversifiziert. Sie umfasst Direktinvestitionen (57 % der getätigten Investitionen), Dachfonds (primäre oder sekundäre) und liquide Mittel (einschließlich Barmittel).

 

Was die Performance betrifft, so erzielten die Fonds bei den 113 in der Studie von France Invest untersuchten Investitionsinstrumenten eine kumulierte Rendite von 30 %. Dies stellt einen Anstieg gegenüber 2024 dar. Die gewichtete durchschnittliche Jahresrendite sank dabei leicht von 5,6 % im Jahr 2024 auf 5,4 % im Jahr 2025. Dies lässt sich teilweise durch Anpassungen einiger Fonds erklären, die von einem komplexen und unsicheren wirtschaftlichen Umfeld betroffen waren. Allerdings weisen die im Rahmen von Lebensversicherungen vertriebenen Fonds mit durchschnittlich 5,7 % leicht höhere Renditen auf.

Hinweis: Evergreen-Fonds erzielten bis Ende 2025 eine durchschnittliche Jahresrendite von etwa 6 %, wobei die Streuung der Indikatoren gering ist und kein Fonds eine negative Rendite aufwies. 

Für weitere Informationen steht Ihnen unser deutsch-französisches Team selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Stand der Bearbeitung: 28. April 2026

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